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29. Oktober 2025

Mit Zuversicht weiterarbeiten: Mitgliederversammlung 2025

Gastvortrag von Adrian Johst zu Perspektiven für Wildnis und Naturschutz in OWL.

Adrian Johst (Mitte) mit den Vorsitzenden Dr. Tom Steinlein (rechts) und Hans Jürgen Wessels bei der Übergabe der Zustiftungsurkunde an die Naturstiftung David.
Adrian Johst (Mitte) mit den Vorsitzenden Dr. Tom Steinlein (rechts) und Hans Jürgen Wessels bei der Übergabe der Zustiftungsurkunde an die Naturstiftung David.

Zur Mitgliederversammlung des Fördervereins kamen am 25. Oktober 2025 rund zwei Dutzend Mitglieder im Klima- und Umweltbildungszentrum Hof Ramsbrock in Bielefeld zusammen. Im Mittelpunkt der Versammlung stand ein Gastvortrag von Adrian Johst, Geschäftsführer der Naturstiftung David aus Erfurt.

Unter dem Titel „Neue Bundesregierung – quo vadis Biodiversität und Biotopvielfalt?“ zeichnete Adrian Johst ein differenziertes Bild der aktuellen Naturschutzpolitik. Er sprach offen über Rückschläge, politische Unsicherheiten und den wachsenden Druck auf Natur- und Artenschutz, machte aber zugleich deutlich, dass es weiterhin gute Gründe gibt, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen.

Seine zentrale Botschaft war eine Ermutigung an alle, die sich für Natur und Wildnis einsetzen: Gerade in schwierigen Zeiten brauche es Kontinuität, Zusammenarbeit und einen langen Atem. Wildnisentwicklung sei kein fernes Zukunftsprojekt, sondern eine konkrete Aufgabe vor Ort. Anhand von Beispielen aus der bundesweiten Arbeit der Naturstiftung David zeigte Johst, wie viel erreicht werden kann, wenn natürliche Prozesse zugelassen, Menschen eingebunden und Vertrauen aufgebaut werden. Für die Arbeit des Fördervereins fand er anerkennende Worte und machte deutlich, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement für den Schutz sensibler Naturräume ist.

Im anschließenden Austausch nutzten die Mitglieder die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Perspektiven zu diskutieren – von möglichen Exkursionszielen bis hin zu aktuellen politischen Rahmenbedingungen für Naturschutz und Beteiligungsprozesse. Der Vortrag wirkte dabei nicht nur informierend, sondern bestärkend: als Einladung, die eigene Arbeit mit Überzeugung, Geduld und Zuversicht weiterzuführen.

Als Zeichen der besonderen Verbundenheit mit der Arbeit von Adrian Johst und der Naturstiftung David überreichten die beiden Vorsitzenden Dr. Tom Steinlein und Hans Jürgen Wessels im Rahmen der Mitgliederversammlung eine Zustiftung. Sie versteht sich als Ausdruck des Dankes für Inspiration, glaubwürdiges Handeln und den gemeinsamen Einsatz für Wildnisentwicklung, Klima- und Artenschutz – in Ostwestfalen-Lippe und darüber hinaus.

Neben dem Gastvortrag prägten auch die Berichte des Vorstands die Mitgliederversammlung. Sie machten deutlich, dass der Förderverein seine inhaltliche Arbeit konsequent fortsetzt und sich weiterhin aktiv in aktuelle Naturschutzfragen einbringt.

So berichtete Vorsitzender Hans Jürgen Wessels über die Schwerpunkte der Vereinsarbeit im zurückliegenden Jahr. Ein besonderer Fokus lag auf den Windkraftplanungen in der nördlichen Egge und im südlichen Teutoburger Wald. Der Förderverein hat hierzu umfangreiche fachliche Hintergrundarbeit geleistet und sich gemeinsam mit weiteren Umweltorganisationen gegen besonders konfliktträchtige Vorhaben engagiert. In mehreren Fällen wurden Genehmigungen zurückgestellt oder versagt; gegen einzelne Anlagen laufen weiterhin Klageverfahren, die von einem breiten Bündnis getragen werden.

Der Nachmittag auf Hof Ramsbrock verband damit zwei Ebenen: ermutigende Perspektiven aus dem Gastvortrag und die konkrete Naturschutzarbeit vor Ort. Beides bestärkte die Mitglieder darin, ihren Einsatz für Wildnis und Naturschutz in OWL mit Geduld, Überzeugung und Zuversicht fortzusetzen.